Zusammenfassung

  • Nach seinem Debüt gegen Leipzig ist Claudio Pizarro auch in Stuttgart gefordert.

  • Der Peruaner hat in der Bundesliga schon zehn Treffer gegen den VfB erzielt.

  • Pizarro hat zudem fünf seiner letzten sechs Spiele gegen Stuttgart gewonnen.

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Köln – Ein Blick auf die Tabelle genügt, um sich die Bedeutung des nächsten Spiels des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart vor Augen zu führen. Bei einer Niederlage würde der FC in der Tabelle vorerst den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze verlieren. Einer, der helfen soll, die siebte Kölner Niederlage im achten Spiel zu verhindern, ist Claudio Pizarro. Der Peruaner zeigte bei der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig auf Anhieb seine Qualitäten. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum die Fans des 1. FC Köln optimistisch in die Partie am 8. Spieltag gehen können.

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Ein Sechs-Punkte-Spiel gegen den VfB Stuttgart: Eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass Claudio Pizarro diese Situation in seiner langen Karriere schon erlebt hat. Es war der 32. Spieltag der Bundesliga-Saison 2015/16, als der SV Werder Bremen die Schwaben in einer ganz prekären Situation empfing. Bei einer Niederlage wären die Nichtabstiegsplätze für den SV Werder vier Punkte entfernt gewesen. Aber es kam anders. Die Bremer machten – angeführt von einem glänzend aufgelegten Pizarro – ihr bestes Saisonspiel und gewannen mit 6:2. Pizarro steuerte einen Treffer und eine Vorlage zum Schützenfest bei. Am Ende blieb Werder drin und der VfB musste runter.

Geht Pizarros Lauf gegen Stuttgart weiter?

Sechs Kölner Tore wird man angesichts von bislang überhaupt nur zwei Saisontoren am Freitag sicherlich nicht erwarten können, aber zumindest der erste Auswärtstreffer dieser Bundesliga-Saison sollte beim VfB endlich fallen. Schließlich hat Claudio Pizarro gegen den VfB Stuttgart in seiner Karriere schon zehn Mal getroffen. Darüber hinaus hat der beste ausländische Torjäger der Bundesliga-Historie eine Serie zu verteidigen: Der 39-Jährige ist seit sechs Spielen gegen den VfB ungeschlagen (fünf Siege, ein Remis).

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Man muss allerdings gar nicht so weit in die Vergangenheit schauen, um Pizarro als Hoffnungstrainer zu identifizieren. Es reicht schon ein Blick in die 54. Minute des Kölner Auftritts gegen Leipzig. Köln lag 0:1 zurück und Claudio Pizarro machte sich zur Einwechslung bereit. In diesem Moment ging ein spürbarer Ruck durch die Mannschaft und auch das Publikum war auf einmal voll da. Um ein Haar hätte es sogar mit dem Einstand nach Maß geklappt, aber der vermeintliche Ausgleich durch Leonardo Bittencourt nach feiner Pizarro-Vorarbeit wurde wegen einer Abseitsstellung zu Recht nicht anerkannt.

Pizarro beweist gegen Leipzig viel Übersicht

Doch selbst wenn es mit dem ersten Scorerpunkt im FC-Trikot nicht geklappt hat, hatte der Torjäger dennoch seinen Anteil am Kölner Anschlusstreffer. Mit dem Rücken zum Tor behauptete sich Pizarro gleich gegen zwei Gegenspieler und legte den Ball mit viel Übersicht für den ebenfalls eingewechselten Tim Handwerker auf, dessen Flanke Yuya Osako dann im Zentrum vollendete. So oder so ähnlich soll es dann auch in Stuttgart laufen.

Video: Pizarros Debüt gegen Leipzig

Ob Pizarro beim VfB in Abwesenheit des verletzten Jhon Cordoba allerdings von Beginn an auflaufen wird, ist zwar noch ungewiss, aber Peter Stöger lobte seinen prominenten Neuzugang in der vergangenen Woche für seine Trainingsleistungen: "Das Spielverständnis und die Qualität, die Pizarro hat, die nimmt ihm keiner – auch wenn er 39 ist. Man sieht immer noch, dass er ein richtig guter Kicker ist", so der FC-Coach.

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Es wäre aber absolut nachvollziehbar, wenn Stöger Pizarro erneut als Joker bringen würde. Dann wäre die Bundesliga-Legende nämlich in der entscheidenden Phase des Spiels auf dem Feld. Und gegen den VfB wird er mit fortlaufender Spielzeit immer gefährlicher, denn sieben seiner zehn Tore gegen die Schwaben erzielte er in der zweiten Halbzeit. Folgt am Freitag das nächste? Es wäre ohne Zweifel eines der wichtigeren Tore in Pizarros langer Karriere.

Florian Reinecke

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