Bundesliga

14.06.2017 - 15:50 Uhr


Hoogma und Co. - Väter und Söhne in der Bundesliga

Justin Hoogma wechselt nach Hoffenheim, sein Vater spielte bereits für den HSV

Köln - Hoogma? Da war doch mal was! Das haben höchstwahrscheinlich am Dienstagvormittag einige Bundesliga-Fans gedacht, als sie von dem Transfer von Justin Hoogma zur TSG 1899 Hoffenheim hörten oder lasen (>>> Offizieller Bundesliga-Transfermarkt). Und ja, der 19-jährige Justin ist der Sohn von Nico-Jan Hoogma, der von 1998 bis 2004 in der Bundesliga aktiv war. Wir blicken in diesem Artikel auf weitere besondere Fälle, in denen die Söhne scheinbar das fußballerische Talent Ihrer Väter geerbt haben.

"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" - ein bekanntes Sprichwort, welches häufig die Ähnlichkeit des Kindes mit einem Elternteil ausdrücken soll. Mit ähnlichen Interessen und Veranlagungen kann auch der Hoffenheimer Neuzugang Justin Hoogma aufwarten. Zweikampfstärke, Innenverteidiger, Vergangenheit bei Heracles Almelo - nicht wenige Bundesliga-Fans werden sich an Vater Nico-Jan Hoogma erinnert fühlen, der von 1998 bis 2004 in 177 Bundesliga-Spielen für den Hamburger SV aktiv war.

Die Hübners: Erste Dreierkonstellation

Häufig auf ihre Vater angesprochen werden auch Philipp Max (FC Augsburg) und Mitchell Weiser (Hertha BSC). Vater Martin Max war viele Jahre Torjäger in der Bundesliga und rangiert mit seinen 126 Bundesligatoren in 396 Einsätzen unter den treffsichersten Torjägern der Bundesliga-Geschichte. Vater Patrick Weiser war auf dem Fußballplatz in defensiveren Positionen zu finden und schnürte über 270 Mal die Fußballschuhe für den VfL Wolfsburg und den 1.FC Köln in der Bundesliga.

Große Erfahrung im Profigeschäft kann auch Bruno Hübner aufweisen, der als Stürmer für den 1.FC Kaiserslautern auf insgesamt 76 Einsätze in der Bundesliga kam und heute als Sportdirektor die Geschicke von Eintracht Frankfurt lenkt. Seine beiden Söhne Benjamin Hübner (TSG 1899 Hoffenheim) und Florian Hübner (Hannover 96) spielen beide in der kommenden Saison in der Bundesliga und sorgen hiermit als erste Familie mit drei Bundesliga-Spielern für ein Novum in der Bundesliga-Geschichte.

Nicht wenige Personen werden sich vermutlich auch im April die Augen gerieben haben. Hertha BSC Trainer Pal Dardai nominierte seinen Sohn Palko Dardai gegen Borussia Mönchengladbach für den Spieltagskader der Herren und zog somit die bundesweite Aufmerksamkeit auf Dardai junior, der technisch beschlagen wie sein Vater, in der Jugend die Fäden im Mittelfeldzentrum zieht. Ob er in die Fußstapfen von Vater Dardai mit seinen 286 Einsätzen in der Bundesliga treten kann, wird erst die Zukunft zeigen können.

Video: Dardai und Hertha - eine Liebesgeschichte

Eigene Fußstapfen hat Leonardo Bittencourt schon längst gemacht. Mit 107 Bundesliga-Einsätzen und als Stammspieler vom 1.FC Köln kann Bittencourt bereits auf mehr Erfahrung als Franklin Bittencourt in der Bundesliga zurückgreifen, der mit sechs Treffern in 61 Einsätzen für Energie Cottbus und dem VfB Leipzig in der Bundesliga aktiv war. Leistungen, die einen Vater stolz machen und mitfiebern lassen, wie Bittencourt senior in einem Interview zugab. "Ich hatte Gänsehaut, als Leos Vertragsverlängerung vor knapp 40 000 Fans bekanntgegeben wurde. Ich bin sehr stolz auf meinen Sohn.“

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Kohr, Baier, Klaus: Gutes Erbmaterial

Neben diesen sehr bekannten Vätern in der Bundesliga-Geschichte gibt es zudem noch einige Vater/Sohn-Konstellationen, die nur echten Insidern im Kopf geblieben sind. Harald Kohr machte für Kaiserslautern sowie für Wattenscheid insgesamt 97 Spiele und schoss als Stürmer 46 Tore, Jürgen Baier als Vater vom Augsburger Daniel Baier kam auf 31 Einsätze in der Bundesliga und auch Fred Klaus konnte seinem Sohn Felix Klaus (Hannover 96) in seinen Jugendtagen Erfahrungen aus der Bundesliga-Karriere weitergeben.

Vater und Sohn in der Bundesliga: Durch Nico-Jan Hoogma und Justin Hoogma aktueller denn je im Bundesliga-Geschäft. Mancher Nachwuchs ist bereits fester Bestandteil als Stammspieler in der Bundesliga, manche Spieler müssen sich ihre Sporen erst noch verdienen und doch fällt insgesamt auf, dass nicht wenige Söhne das fußballerische Talent ihrer Väter geerbt zu haben scheinen.

Der Apfel fällt vermutlich tatsächlich nicht weit vom Stamm.

Philipp Grabowski

Weitere Vater/Sohn-Konstellationen in der Bundesliga:

Dirk Bakalorz (65 Spiele für Gladbach und Frankfurt)- Marvin Bakalorz (Hannover 96)

Bernardo senior (4 Spiele für den FC Bayern) - Bernardo (RB Leipzig)

Hans-Jürgen Bargfrede (15 Spiele für St. Pauli) - Philipp Bargfrede (SV Werder Bremen)

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